Praxis für Schwindeltherapie Bad Tölz
  Praxis für Schwindeltherapie Bad Tölz                                              

Schwindelerkrankungen

Häufige Schwindelerkrankungen im kurzen Überblick

 

Patientenbeschreibung bei der Anamnese:

 

"Seit einiger Zeit gehe ich nur noch mit Gehstock raus. Ich fühle mich sicherer,

auf Teerboden, aber auf dem Feldweg ist es schwer. Ist ein dämmriges Licht wird das Schwanken ganz schön stark. In die Gymnastikgruppe gehe ich länger schon nicht mehr, da bin ich einmal hingefallen."

 

- Halswirbelsäulenbedingter Schwindel

  Schwindel durch Nackenverspannungen, Fehlstellungen

In der Behandlung gewinnt der "Zervikogene Schwindel" immer mehr an Bedeutung.

Die Ursache liegt oft in der Überbeweglichkeit (Hypermobilität) einiger Wirbelsegmente der Halswirbelsäule oder in der Steifheit (Hypomobilität) der Brustwirbelsäule.

Die therapeutische Erfahrung zeigt, dass eine Behandlung der Wirbelsäule mit Mobilisation und spezieller Kräftigung der ventralen Halsmuskulatur zielführend ist. Mögliche Anzeichen zusätzlich zum Schwindelgefühl:

Halswirbelsäulenschmerz, Bewegungseinschränkung der Kopfbewegung, Nackenverspannungen, Gefühl des Schwankens und  der Gangunsicherheit.

 

- Bilaterale Vestibulopathie

Bei der Bilateralen Vestibulathie kommt es zu einem beidseitigen - teilweisen oder ganzen Funktionsausfall des Gleichgewichts-organs. Die Ursachen sind vielfältig, u.a. Schädigung durch Medikamente, Autoimmunerkrankungen, Vitamin B-Mangel, idiopatisch.

Anzeichen sind dauerhafter Schwankschwindel beim Gehen oder Stehen - Verstärkung bei Dämmerung, Dunkelheit und unebenem Boden; Die Sehschärfe verschlechtert sich oft bei Kopfbewegungen. Hier ist ein spezielles Training zur Kompensation notwendig.

 

- Benigner peripherer paroxysmaler Lagerungsschwindel

Durch Lagewechsel (Hinlegen, Aufrichten, Kopfdrehen,...) ausgelöster, nur Sekunden dauernder Drehschwindel.

Abgelöste Otolithen ("Ohrsteinchen") die eigentlich fest im Gleichgewichtsorgan haften, lösen sich und wandern

in die Bogengänge; In den Bogengängen kommt es bei bestimmten Bewegungen zur Verstärkung der Innenohrflüssigkeitsströmung und als Folge zu Schwindel. Die Therapie sollte nicht durch Eigenübungen, sondern gezieltdurch den Behandler durchgeführt werden.

 

- Neuritis vestibularis

Es handelt sich um einen plötzlichen Ausfall eines Gleichgewichtsorganes. Die Ursache liegt in der Entzündung des

Gleichgewichtsnervs (N. Vestibularis), u.a.durch Virusinfektionen und Durchblutungsstörungen. Zu den Symptomen

können zählen: Akuter Drehschwindel mit Scheinbewegungen, Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche,Gleichgewichts-

störungen und Fallneigung.

Ein Kompensationstraining ist angezeigt.

 

- Funktioneller Schwindel

Entweder es wurde ein akuter Schwindel durchgemacht oder aber das

Gefühl des Schwankens  entwickelt sich alsmählich.Manchmal war ein Trauma oder ein schlimmes Ereignis der Beginn des Schwindels. Besonders in Stresssituationen, beim Gehen und Stehen, im Freien kann es sich verstärken. Oft kommt auch ein Benommenheitsgefühl hinzu. Im Sitzen

bestehen geringe bis gar keine Beschwerden.

 

-  Altersschwindel

Meist ein Zusammenspiel von körperlichen Veränderungen, altersspezifischen Erkrankungen und mögliche Auswirkungen von Medikamenten. Ein Rückgang der Sensibilität der Gleichgewichtsorgane, eine verminderte Sehfähigkeit und das entstehen einer Polyneuropathie sind begünstigende Faktoren. Gangunsicherheit, Schwindel und eine erhöhte Sturzgefahr, besonders bei schlechten Lichtverhältnissen, sind häufige Symptome.

 

- Vestibuläre Migräne

Die vestibuläre Migräne ist eine Unterform der Migräneerkrankung. Zuvor oder begleitend zum Migräneanfall tritt ein Schwindel auf. Häufige Symptome: Wiederkehrende Schwindelanfälle mit Gang- und Standunsierheit, Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen,

Licht- und Lärmempfindlichkeit, Ruhebedürfnis, Bewegung verschlechtert eher die Symptome, Sehstörungen,Sensibilitätsstörungen, Differenzialdiagnostisch sollten zentrale Erkrankungen ausgeschlossen werden!

 

- Morbus Menière

Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung des Innenohres. Es kommt zu einem erhöhten Innendruck in den Kammern und Kanälen der Hörschnecke und des Gleichgewichtsorgans. Die Anzeichen sind u.a. anfallsartiger, starker  Drehschwindel mit einer Dauer von Minuten bis Stunden, Ohrgeräusche und Hörminderung auf der betroffenen Seite, Druckgefühl im Ohr, Gangunsicherheit, Fallneigung.


- Zentraler Schwindel

Es liegt eine Störung oder Schädigung im Zentralen Nervensystems vor. Die Symptome können ein Dreh- oder Schwankschwindel,

Übelkeit, Stand- und Gangunsicherheit sein. Die Schwindeldauer reicht von Sekunden bis zum Dauerschwindel. Oft treten sehr enst- zunehmende Begleitsymptome, wie Doppelbilder, Sehstörungen, Mißempfindungen und Lähmungen im Gesicht, Schluckstörungen, Sprachstörungen, Störungen der Bewegungskoordination, Lähmungen, Muskelschwächen und Sensibilitätstörungen auf. Eine sofortige ärztliche Abklärung ist notwendig.

 

 

seltenere Schwindelformen

 

- Perilymphfistel

- Vestibularisparoxysmie

 

 

ähnlich dem Schwindel:

- Kinetose Empfindlichkeit bei Bewegung

wie Seekrankheit, Übelkeit beim Autofahren und Höhenschwindel

 

 

 

 

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