Schwindeltherapie Bad Tölz
               Schwindeltherapie Bad Tölz          

Schwindelerkramkungen

Häufige Schwindelerkrankungen im kurzen Überblick

 

- Benigner peripherer paroxysmaler Lagerungsschwindel

Durch Lagewechsel (Hinlegen, Aufrichten, Kopfdrehen,...) ausgelöster, nur Sekunden dauernder Schwindel.

Abgelöste Otolithen ("Ohrsteinchen") die eigentlich fest im Gleichgewichtsorgan haften, lösen sich und wandern

in die Bogengänge; In den Bogengängen kommt es bei bestimmten Bewegungen zur Verstärkung der Innenohr-

flüssigkeitsströmung und als Folge zu Schwindel. Die Therapie sollte nicht durch Eigenübungen, sondern gezielt

durch den Behandler durchgeführt werden.

 

- Halswirbelsäulenbedingter Schwindel

  Schwindel durch Nackenverspannungen

In der Behandlung gewinnt der "Zervikogene Schwindel" immer mehr an Bedeutung.

Die therapeutische Erfahrung zeigt, dass eine Behandlung der Halswirbelsäule dem Schwindel entgegenwirkt. Mögliche Anzeichen: Halswirbelsäulenschmerz, Bewegungseinschränkung der Kopfbewegung, Nackenverspannungen, Gefühl des Schwankens und  der Gangunsicherheit. Wichtig ist der vorherige Ausschluss anderer Schwindelursachen.

 

- Neuritis vestibularis

Es handelt sich um einen plötzlichen Ausfall eines Gleichgewichtsorganes. Die Ursache liegt in der Entzündung des

Gleichgewichtsnervs (N. Vestibularis), u.a.durch Virusinfektionen und Durchblutungsstörungen. Zu den Symptomen

können zählen: Akuter Drehschwindel mit Scheinbewegungen, Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche,Gleichgewichts-

störungen und Fallneigung.

 

- Bilaterale Vestibulopathie

Bei der Bilateralen Vestibulathie kommt es zu einem beidseitigen - teilweisen oder ganzen Funktionsausfall des Gleichgewichts-organs. Die Ursachen sind vielfältig, u.a. Schädigung durch Medikamente, Autoimmunerkrankungen, Vitamin B-Mangel, idiopatisch.

Anzeichen sind dauerhafter Schwankschwindel beim Gehen oder Stehen - Verstärkung bei Dämmerung, Dunkelheit und unebenem Boden; Die Sehschärfe verschlechtert sich oft bei Kopfbewegungen.

 

- Funktioneller Schwindel

 b) Sekundär somatoformer Schwindel

     Dies Schwindelform ist morgens  kaum oder gering ausgeprägt; im Tagesverlauf steigert sich das Schwindelgefühl.

     Eine organische Schwindelerkrankung (z.B. Neuritis vestibularis) bildet sich zurück. Als Betroffener beobachtet man weiter den  

     Körper, ob weiterhin Symptome vorhanden sind. Diese verstärte Selbestbeobachtung stört das automatische Gleich-

     gewichtssystem.  

a) Primär somatoformer Schwindel

    Er äußert sich in einem Schwankschwindel mit Gangunsicherheit. Meistens kommt auch ein Benommenheitsgefühl dazu.

     Auslöser sind oft  Belastungssituationen, wie z.B. chronischer Streß, Überlastung. Diese Schwindelform bleibt nach Beendigung

    der Auslöser nicht selten weiterhin bestehen.

 c) Phobischer Schwankschwindel

     Wie der Name schon sagt besteht ein Schwankgefühl; Dies ist gepaart mit Stand- und Gangunsicherheit, anfallsartiger Fall-

     angst. Ursächlich ist eine Veränderung der Wahrnehmung des Körpers im Raum verantwortlich. Durch gezielte Körperübungen

     und Wahrnehmungsschulung kann geholfen werden. Äußere Einflüsse, wie z.B. größe Flächen, Menschenansammlungen,

     Brücken können den Schwindel verstärken.

 

- Altersschwindel

Meist ein Zusammenspiel von körperlichen Veränderungen, altersspezifischen Erkrankungen und mögliche Auswirkungen von Medikamenten. Ein Rückgang der Sensibilität der Gleichgewichtsorgane, eine verminderte Sehfähigkeit und das entstehen einer Polyneuropathie sind begünstigende Faktoren. Gangunsicherheit, Schwindel und eine erhöhte Sturzgefahr, besonders bei schlechten Lichtverhältnissen, sind häufige Symptome. Ein gezieltes Training und eine Steigerung der Sinneswahrnehmung können entgegenwirken.

 

- Vestibuläre Migräne

Die vestibuläre Migräne ist eine Unterform der Migräneerkrankung. Zuvor oder begleitend zum Migräneanfall tritt ein Schwindel auf. Häufige Symptome: Wiederkehrende Schwindelanfälle mit Gang- und Standunsierheit, Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen,

Licht- und Lärmempfindlichkeit, Ruhebedürfnis, Bewegung verschlechtert eher die Symptome, Sehstörungen,Sensibilitätsstörungen, Differenzialdiagnostisch sollten zentrale Erkrankungen ausgeschlossen werden!

 

- Morbus Menière

Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung des Innenohres. Es kommt zu einem erhöhten Innendruck in den Kammern und Kanälen der Hörschnecke und des Gleichgewichtsorgans. Die Anzeichen sind u.a. anfallsartiger, starker  Drehschwindel mit einer Dauer von Minuten bis Stunden, Ohrgeräusche und Hörminderung auf der betroffenen Seite, Druckgefühl im Ohr, Gangunsicherheit, Fallneigung.


- Zentraler Schwindel

Es liegt eine Störung oder Schädigung im Zentralen Nervensystems vor. Die Symptome können ein Dreh- oder Schwankschwindel,

Übelkeit, Stand- und Gangunsicherheit sein. Die Schwindeldauer reicht von Sekunden bis zum Dauerschwindel. Oft treten sehr enst- zunehmende Begleitsymptome, wie Doppelbilder, Sehstörungen, Mißempfindungen und Lähmungen im Gesicht, Schluckstörungen, Sprachstörungen, Störungen der Bewegungskoordination, Lähmungen, Muskelschwächen und Sensibilitätstörungen auf. Eine sofortige ärztliche Abklärung ist notwendig.

 

 

 

 

 

 

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